Eindrückliches Grossgeläut, hinsichtlich des historischen Bestandes eines der wertvollsten des Landes. Die Glocken stammen von verschiedensten Giessern des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit und bilden deshalb musikalisch kein in sich abgestimmtes, dafür umso charaktervolleres Ensemble von unverwechselbarer Einzigartigkeit.
Sehr reizvolles Ensemble mit historischen Glocken verschiedener Giesser. Die dritte Glocke trägt eine sehr schöne spätgotische Zier und den Abguss eines Gürtels um die Flanke. Solche Gürtel sind im französischsprachigen Raum an etlichen Glocken dieser Zeit zu finden und symbolisieren vielleicht sowohl die Festigkeit der Glocke wie auch eine Abwehr gegen Unheil.
Klassisches Vierergeläut in einer beliebten Tondisposition. Typische Glocken des Giessers Hamm, die oft durch eine leicht blecherne, aber füllige Klangfarbe auffallen. Der Giesser übte sein Handwerk in verschiedenen Orten aus: Zunächst in Augsburg, darauf in Wien, später in der Nähe von Salzburg und teilweise gleichzeitig auch in Staad am Bodensee, wo er seine zahlreichen grossen Geläute für die Schweiz goss.