Eines der grössten Geläute im Kanton Solothurn, das durch die glatten Wände der fast geschlossenen Betonstube sehr flüssig und homogen aus dem Turm klingt. Drei bedeutende Schweizer Giessereien sind im Geläut vertreten, darunter die Firma Eschmann mit einer ihrer klangschönsten Glocken sowie die Giesserei Kaiser in Solothurn mit zwei Glocken.
Stattliches und glockenreiches Geläut, dessen Geschichte für die wechselnden Vorlieben von Tonmotiven bezeichnend ist: Das 1890 gegossene Dur-Akkordgeläute wurde in den 1930er-Jahren ergänzt, vergrössert und mit Melodietönen für die Pentatonik „aufgefüllt".
Sehr interessantes, siebenstimmiges Geläute, das keine zehn Meter über dem Boden in einer weitgehend geschlossenen Betonstube läutet. Die Glocken, die ein eindringliches Moll-Motiv mit Halbtonschritt bilden, sind in einem Holzstuhl aufgehängt.
Eines der grössten Schweizer Geläute französischer Giesser. Die Glocken sind mit Rocaillen und Girlanden geschmückt. Die Giesser, deren Nachkommen bald bedeutende Giessereien führen sollten, beabsichtigten eine harmonische Tonzusammenstellung. Doch wie es damals üblich war, konnten nicht alle Schlagtöne ganz nach Wunsch gelingen.
Klangvolles und sehr homogenes Vierergeläute, ein qualitätvolles Werk der damals reichlich beschäftigten Giesserei Rüetschi. Die Glocken tragen lateinische Inschriften sowie die Wappen der Gemeinde und der jeweiligen Stifterfamilien. Bezeichnend für die Zeit ist die Anrufung Christi als milder königlicher Herrscher auf der grossen Glocke.
Kräftiges und glockenreiches Geläute aus zwei Phasen der Giesserei Rüetschi. Das Es-Dur-Geläute des 19. Jahrhunderts wurde beibehalten, als kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zwei neue Glocken in den Turm gehängt wurden. Die grosse Glocke kam dabei etwas zu tonhoch aus dem Guss, was im Gesamtgeläute eine charakteristische Spannung erzeugt.
Das einheitliche, sechsteilige Geläut ist im Kanton Solothurn eines von mehreren Ensembles, die in der Nachkriegszeit von der Karlsruher Firma Bachert in die Schweiz geliefert wurden. Durch die engen Jalousien klingt es ausgesprochen geschlossen. Es ersetzt vier historische Glocken, die grösstenteils während des Dreissigjährigen Krieges aus Frankreich nach Oberdorf gelangten und heute in der Turmhalle abgestellt sind.
Grosses sechsteiliges Geläut in einer effektvollen Schlagtonfolge mit Unterquarte. Die grosse Glocke hängt separat im rechten Turm der mächtigen Basilika, die übrigen im linken. Im Vergleich zu den reich dekorierten Güssen des späten 19. Jahrhunderts sind die Glocken nur noch spärlich geziert; sie hängen allesamt an den damals typischen, geschwungenen Gusseisenjochen.
Umfangreichstes Geläut der Schweiz mit elf Glocken, einer Anzahl, die in der Stadt Solothurn allgemein eine grosse Bedeutung hat. Die Glocken stammen bis auf zwei Neugüsse von der bedeutenden Solothurner Giesserfamilie der Kaiser und zählen zu den ersten musikalisch durchkonzipierten Giessleistungen schweizerischer Meister. Die Glocken bilden eine erweiterte komplette Dur-Tonleiter und tragen individuelle, reichhaltige Barockzier.
Mächtiges Sechsergeläut, aufgehängt an Gusseisenjochen in einem hohen Stahlglockenstuhl. Die Tonfolge wurde den elf Glocken der Kathedrale angepasst und ergibt ebenfalls As-Dur. Weil die Giesserei Rüetschi ihre Glocken aber in kräftigeren Profilen zu giessen pflegte als die Kaiser im 18. Jahrhundert, wiegen die Glocken der reformierten Kirche durchgängig mehr als die gleich gestimmten der Kathedrale.