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Aargau


Aarau, Stadtkirche

Mächtiges und kraftvolles Geläute, gegossen in zwei Phasen von der nahe gelegenen Giesserei Rüetschi. Drei kleine Glocken stammen noch von der Geläuteerneuerung von 1862 und zeigen auf, dass man sich damals im reformierten Teil des Kantons selbst bei der Hauptstadtkirche noch mit bescheidenen Glockengrössen begnügte.


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Aarau, St. Peter & Paul

Eines ihrer schwersten Gesamtgeläute durfte die traditionsreiche, ortsansässige Giesserei H. Rüetschi für die neue katholische Pfarrkirche der eigenen Stadt giessen. Die Glocken zeichnen sich durch eine künstlerisch geschmackvolle, moderne Zier aus. Die älteren Glocken der Vorgängerkirche wurden in die neue katholische Kirche nach Suhr verkauft.


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Bad Zurzach, reformierte Kirche

Bei der Geläutesanierung wurde die kleinste der alten Glocken von 1717 aus dem Turm entfernt und vor der Kirche ausgestellt. Ihre beiden Schwestern, die noch heute zum Geläut gehören, sind überraschend klangschöne Barockglocken der traditionsreichen Zürcher Giesserei Füssli. Die beiden neuen Glocken gehören zu den verhältnismässig seltenen Glocken der 1970er-Jahre.


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Bad Zurzach, Verenamünster

Stattliches C-Dur-Geläute, das bedingt durch die eigenwillige Architektur der ehemaligen Stiftskirche an einem ungewohnten Ort untergebracht ist, nämlich im obersten Geschoss über den Gewölben des gotischen Turmchors, der im 14. Jahrhundert über dem Grab der heiligen Verena errichtet worden war.


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Baden, Stadtkirche Mariä Himmelfahrt

Imposantes Grossgeläut in einer musikalisch effektvollen, zur Zeit ihres Gusses häufig gewählten Tonfolge. Der ehemalige, dafür geopferte Bestand umfasste bedeutende Glocken des 15. und 16. Jahrhunderts. Auf einzigartige Weise waren hier Werke berühmter Giesser wie Oberacker, Reber, Peiger und Füssli in einem Ensemble vereint.


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Bremgarten, Stadtkirche St. Nikolaus

1986 wurde das historisch bedeutende Geläut der Stadtkirche, ein buntes Gemisch von sieben Glocken verschiedener Jahrhunderte und Giesser, bei einem verheerenden Kirchenbrand komplett vernichtet. Die alte Grundglocke von 1743 steht in ihrem durch Hitze verformten und geborstenen Zustand noch neben der Kirche.


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Frick, St. Peter und Paul

Sechsstimmiges Geläut, in dem Glocken verschiedener Phasen der Aarauer Giesserei Rüetschi vertreten sind, vom ersten Familienmitglied Jakob bis zur gegenwärtigen Betriebsleitung. Die Tonfolge im sogenannt pentatonischen Moll-Motiv galt in der Schweiz und in Deutschland nahezu während des gesamten 20. Jahrhunderts als ein idealer Leitfaden für Geläutekonzepte. Eine seltene historische Glocke ist vor der Kirche abgestellt.


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Kirchdorf, St. Peter und Paul

Reizvolles, historisches Vierergeläut. Die älteste Glocke stammt aus der Renaissance-Zeit, die drei übrigen sind spätbarocke Werke der Zuger Giesser Brandenberg. Diese beiden Brüder, die ihren Betrieb bis ins frühe 19. Jahrhundert führten, erlangten nicht nur als Glockengiesser Bekanntheit.


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Laufenburg, St. Johann

Hochinteressantes historisches Geläut mit uneinheitlicher Tonfolge und bedeutenden Glocken selten vertretener Giesser. Besonders beachtenswert sind Elemente der Glockenzier: Bei der grossen Glocke ein schöner Apostelfries, und bei der dritten Glocke zierliche, spätgotische Masswerkfenster wie in der Kirchenarchitektur, teilweise mit figürlichen Emblemen gefüllt.


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Magden, Marienkirche

Junges Geläut im frei stehenden Glockenturm. Die Tonfolge erklingt im sogenannten Salve-Regina-Motiv, so benannt nach dem Beginn des gregorianischen Chorals, dessen vier erste Töne in denselben Intervallverhältnissen erklingen. Zusammen mit dem Geläut der christkatholischen Kirche des Dorfes bildet sich aus den Schlagtönen nahezu eine vollständige E-Dur-Tonleiter.


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Muri, Klosterkirche

Spannendes, unharmonisches Grossgeläut, dessen kleinere Glocken im rechten Turm hängen und noch von Hand geläutet werden. Wie für Stifts- und Klostergeläute nicht ungewöhnlich, wurden die meisten Glocken ursprünglich durch lothringische Wandergiesser angefertigt, die hier in unterschiedlichen Generationen vertreten sind.


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Oeschgen, St. Kosmas und Damian

Fünfstimmiges Geläut von bescheidener Grösse, das jedoch durch seine erst kürzlich installierte neue Grundglocke den Turm nun ausfüllt und gut zum Dorf passt. In Klangfülle und innenharmonischer Reinheit übertrifft die neue Glocke ihre älteren, etwas kurzatmigen Schwestern deutlich und bildet dadurch ein besonders wohltuendes Fundament.


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Rheinfelden, St. Martin

Interessantes historisches Geläut mit teilweise aussergewöhnlich weiten Tonabständen. Die zweite Glocke zählt zu den frühesten datierten Glocken der Schweiz. Die grosse Glocke, in ihrer Inschrift Hosianna genannt, wurde von einem wandernden Giesser aus Frankreich gegossen, der sich später in Österreich niederliess.


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Wettingen, Klosterkirche

Bedeutende Leistung lothringischer Wandergiesser und eines der ersten auf eine vollständige Tonleiter gestimmten Geläute der Schweiz. Bis auf eine 1938 ersetzte Glocke ist das Ensemble vollständig erhalten, sämtliche Glocken wurden später allerdings noch tonlich nachgestimmt.


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Zofingen, Stadtkirche

Mächtiges Geläut, untergebracht in einem hohen Glockenstuhl, der beide Obergeschosse des Turmschafts einnimmt. Die kleine Glocke von 1403 wurde vom ehemaligen Bestand beibehalten und ins neue Ensemble integriert, während zwei grössere spätmittelalterliche Glocken eingeschmolzen wurden.


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