Eines der häufigen um 1900 gegossenen Gesamtgeläute in dieser Tonfolge, die besonders für neue Stadtquartier- und grössere Landkirchen gewählt wurde. Im Sinne des Gesamtkunstwerks entwarf hier der Kirchenarchitekt Karl Moser auch die Glockenzier, die mit ihren romanischen Flechtbändern dem Stil des Kirchenbaus angepasst ist.
Die Basler Münsterglocken bilden das grösste Schweizer Geläut des 19. Jahrhunderts. Auf einigen Glocken sind Modelle der gotischen Münsterfassade eingegossen. Vom alten Geläut blieb nur die berühmte Heinrichsglocke erhalten, benannt nach Kaiser Heinrich II., der dem Münster bereits im 11. Jahrhundert eine grosse Glocke gestiftet hatte.
Grösstes katholisches Geläut der Stadt Basel; es hängt auf über 50 Metern Höhe im eleganten Sichtbeton-Turm und ist weithin hörbar. Die Glockenkammer ist wie manche Teile dieses frühen modernen Kirchenbaus durch Quadrat-Ornamentik ausgezeichnet, und diese Motive finden sich auch auf der charakteristischen, fast wie Paul-Klee-Gemälde anmutenden Glockenzier wieder.
Kleines Geläut mit zwei interessanten historischen Glocken der ortsansässigen Giesserei Weitnauer. Als im 19. Jahrhundert die heutige kleinste Glocke angeschafft wurde, schmolz man eine überaus wertvolle und für ihre Entstehungszeit sehr fortschrittliche Glocke aus dem Jahr 1324 ein. Vor der Zerstörung wurde jedoch noch ein Gipsabguss erstellt, der erhalten geblieben ist.
Historisch eindrücklicher Bestand des 14. und 15. Jahrhunderts. Die Glocken bilden nicht nur ein ausserordentlich altes Geläut, sondern sie werden bis heute mit Stricken von Hand gezogen und vermitteln den Eindruck eines spätmittelalterlichen Pfarrkirchengeläuts.
Diese Glocke war ursprünglich für die Kirche St. Clara in Kleinbasel bestimmt und gelangte erst später nach Bettingen. Eine grosse Glocke desselben Giessers hing in der reformierten Kirche Liestal und steht heute im historischen Museum in Basel.
Kleines, aber klangvolles Geläut, das im weitgehend geschlossenen Betonturm auch von einer guten Akustik profitiert. Die Giesserei lieferte nicht nur zahlreiche Glocken für die Romandie, sondern sie exportierte aufgrund ihres guten Rufes auch schon seit 1880 grosse Geläute nach Kanada oder in die USA. Das Geläut in Riehen bildet indes das einzige Zeugnis der Hersteller in der deutschen Schweiz.