Aussergewöhnlich vielstimmiger Glockenchor mit drei bedeutenden historischen Grundglocken. Die grosse Glocke ist mit hübschen Renaissance-Girlanden geschmückt und trägt Abgüsse von Salbeiblättern und verschiedenen Münzen. Die besonders wohlklingende, drittgrösste Glocke zeigt Aposteldarstellungen sowie einen Fries, der an Burgzinnen erinnert.
Schönes vierstimmiges Grossgeläute mit ruhiger Wirkung. Der alte Glockenbestand wurde 1933 massiv vergrössert, und die Stiftung der neuen grossen Glocke wurde durch die Hinterlassenschaft des Dagmerseller Uhrmachers Anton Kronenberg finanziert. Entsprechend prangt auf der Glocke sein Familienwappen.
Sehr charakteristisches und vielstimmiges Geläute mit geschmackvoll verzierten Glocken verschiedener Giesser und Zeiten. Durch die häufigen Zugüsse hat sich eine ungewohnte und eigenwillige Tonfolge ergeben. Beeindruckend sind auch der mächtige Holzglockenstuhl und die hölzernen Glockenjoche. Die grosse Dreifaltigkeitsglocke war zur Zeit ihrer Entstehung die schwerste jemals in Aarau gegossene Glocke.
Wuchtiges und geschichtlich sehr bemerkenswertes Geläut. Die drei kleinen, überaus charakteristischen historischen Glocken repräsentieren das Spätmittelalter sowie die beiden bedeutenden Luzerner Renaissance-Giesser Moritz Schwarz und Jodok Rüttimann.
Riesiges und grösstenteils sehr junges Geläut, das die Platzkapazitäten des Turmes nahezu sprengt. Dank gut gewählter Hängung der Glocken und einer günstigen Schalldämmung wirkt das vielstimmige Ensemble jedoch überraschend einheitlich und mild. Um sich im Glockenchor durchsetzen zu können, wurden die kleineren Glocken in sehr schweren Profilen gegossen.
Überraschend kleines, der Bedeutung der Kirche kaum angemessenes Geläut. Zu den zwei Glocken im Ostturm gesellt sich noch eine Glocke im Dachreiter. Der Giesser August Bell hat insgesamt nur wenige und durchgehend kleine Glocken gegossen.
Mächtiges Geläut, das im riesigen und weitgehend offenen Glockenturm gut sichtbar ist. Eine eindrückliche Stahlkonstruktion trägt die sechs Glocken. Die damals beliebte Schlagtonfolge findet sich auch in den Geläuten von Zürich-Fluntern, Au und Bischofszell.
Eindrückliches Geläut mit teilweise engen Tonabständen und unverwechselbarem Charakter. Die sechs grossen Glocken von 1633 sind reichlich mit Dekor und Heiligenreliefs versehen und bilden landesweit eines der ältesten und schwersten einheitlichen Ensembles, wie es auch weltweit nur sehr selten anzutreffen ist.
Umfangreiches und vielstimmiges Geläut, das in einem hohen, dreistöckigen Holzglockenstuhl aufgehängt ist. Kräftiges Moll-Motiv, das fast ausschliesslich aus Terzenschichtungen besteht. Zwei kleinere Glocken haben eine grosse historische Bedeutung und stammen vermutlich beide von Luzerner Giessern, von denen sich kaum weitere Glocken erhalten haben.
Überraschend umfangreiches Siebnergeläut, eine gelungene Gesamtleistung der Giesserei Rüetschi. Das gewählte Motiv ist eine Transponierung des Basler Münstergeläutes. Ein kleines, achtes Glöcklein im Chortürmchen wurde gleichzeitig gegossen und setzt die Tonfolge fort.
Unverwechselbares Geläut mit eigenwilliger Tonfolge. Die vier Glocken des 17. Jahrhunderts bilden ein bemerkenswertes historisches Ensemble, und sie werden ergänzt durch eine der vielen Grossglocken, die in der Zwischenkriegszeit aus Deutschland in die Schweiz geliefert wurden.
Vierergeläut in einem recht offenen Turm aus den 1950er-Jahren. Die wirkungsvolle Schlagtonfolge mit ihrer Unterquarte wird gerne als Westminster-Motiv bezeichnet, benannt nach dem weltbekannten Viertelstundenschlag des Uhrturms der Londoner Parlamentsgebäude. Das Geläute harmoniert gut mit den Glocken der benachbarten katholischen Pfarrkirche.
Stattliches Geläut, dem die historische Grundglocke Charakter verleiht. Ihr Giesser war kein Geringerer als der Meister der grossen Berner Münsterglocke. Die übrigen fünf Glocken wurden erst mit dem Bau des neuen, mächtigen Dachreiterturms angeschafft, in dem heute sämtliche Glocken hängen.